Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien

Auch Kinder mit Behinderungen sollen die Chance auf das Aufwachsen in einer Familie erhalten. Diesen inklusiven Ansatz verfolgt das EBR bereits seit Jahren. Das EBR begleitet sowohl Familien, die sich von vornherein für die Aufnahme eines Kindes mit Behinderungen entscheiden, als auch Erziehungsstellen, bei denen eine Beeinträchtigung des Pflegekindes erst im Laufe des Pflegeverhältnisses deutlich wird. In jedem Fall muss die Hilfe so gestaltet oder verändert werden, dass der Verbleib des Kindes in der Erziehungsstelle weiter möglich ist.
Das EBR bereitet Familien auf ihre besondere Aufgabe vor, unterstützt sie mit einer umfangreichen Sozialberatung und bietet begleitende Fortbildungen an. Ziel ist es, den bestmöglichen Rahmen für das Kind zu schaffen und die Pflegeeltern im Laufe eines Pflegeverhältnisses zum „Profi“ für das Kind werden zu lassen. Im Arbeitskreis für Pflegeeltern, die Kinder mit Beeinträchtigungen betreuen, können sich die Pflegeeltern außerdem kollegial beraten und austauschen.
Die fachlichen Anforderungen an die Pflegeeltern können aufgrund der jeweiligen Beeinträchtigungen überwiegend im medizinisch-pflegerischen Bereich liegen, sodass Kinderkrankenschwestern und -pfleger für eine solche Tätigkeit besonders infrage kommen.

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien wurde am 11.07.2017 offiziell für den Deutschen Engagementpreis 2017 nominiert. Eingeladen waren alle Nominierten aus der Region Köln und Umgebung, um ihre Nominierungsurkunden entgegenzunehmen.

Wir freuen uns, mit unserem Artikel Bedarfe von und notwendige Rahmenbedingungen für Pflegeeltern beim Zusammenleben mit behinderten Pflegekindern in der Zeitschrift DAS JUGENDAMT vertreten zu sein.

2016 wurde das Aktionsbündnis mit dem WDR- Kindersonderrechtepreis ausgezeichnet. „Die Jury will mit der Auszeichnung ausdrücklich das politische Engagement des Vereins unterstützen, der eine Gesetzeslücke schließen will.“ Auch Kinder mit Behinderungen, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können, haben ein Recht darauf in einer Familie aufzuwachsen.

Forschungsauftrag zum Thema „Vermeidung von Exklusionsprozessen in der Pflegekinderhilfe“, 2017

Peter Kreuels (EBR), Nicole Fügner (Uni Siegen), Bodo Krimm (EBR), Kathrin Weygandt (Uni Siegen), Lydia Ulsperger (EBR) und Dirk Schäfer (Uni Siegen)

In Kooperation mit der Universität Siegen hat das EBR über zwei Jahre Praxisforschung betrieben. Ziel der Forschung war es, Schlüsselprozesse herauszuarbeiten, die für das Gelingen von Pflegeverhältnissen entscheidend sind. Zur Zielgruppe gehörten Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen, deren Pflegeeltern das Pflegeverhältnis als besondere Belastung erleben. Wie diese Pflegeverhältnisse gelingen können und welche Schlüsselprozesse besonders zu beachten sind, darüber sollte uns diese Praxisforschung Aufschluss geben. Die Ergebnisse wurden in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentiert. Auf der Homepage der Universität Siegen „Forschungsgruppe Pflegekinder“ wurden Informationen aus dem laufendem Forschungsprojekt veröffentlicht.

Den Abschlußbericht können Sie

für 9,- € als Druckexemplar erwerben

oder

als pdf downloaden.

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