Spezielle Bedarfe und Zusatzleistungen
Das Erziehungsbüro Rheinland verfügt über Kompetenzen und ein daraus abgeleitetes Dienstleistungsangebot, das über die übliche Pflegesituation hinausgeht. Bei speziellen Bedarfen, wie sie durch manche Erkrankung oder Behinderung entstehen, unterstützt das EBR zielgerichtet Pflegefamilien und ihre Pflegekinder.
FASD
Alkoholgenuss während der Schwangerschaft kann schon bei geringen Mengen zu großen Schäden beim Ungeborenen führen. Es kann mit körperlichen Einschränkungen oder Schädigungen der Organe und des zentralen Nervensystems zur Welt kommen. Auch das soziale und emotionale Verhalten und die geistige Entwicklung können eingeschränkt oder gestört sein. Das bedeutet, dass Kinder mit FASD Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung haben können. Das EBR klärt über Alkoholgenuss während der Schwangerschaft und dessen Folgen für das Ungeborene auf, bietet Pflegestufenberatung sowie Beratung und Unterstützung bei der Beantragung des Schwerbehindertenausweises und für Reha-Maßnahmen an. Ein trägeroffener Arbeitskreis zum Thema FASD bietet Möglichkeit zum Austausch und zur Unterstützung.
Teilhabeorientierte Pflegekinderhilfe
Kinder mit Teilhabebeeinträchtigungen sollen die Chance auf das Aufwachsen in Familie erhalten. Diesen inklusiven Ansatz verfolgt das EBR. Wird eine Beeinträchtigung des Pflegekindes erst im Laufe des Pflegeverhältnisses deutlich, muss die Hilfe so verändert werden, dass der Verbleib des Kindes in der Erziehungsstelle weiter möglich ist. Hier kommt es darauf an, dass alle notwendigen Unterstützungen für das Kind und die Pflegefamilie geleistet werden. Das EBR bietet dazu Sozialberatung an und unterstützt die Erziehungsstellen dabei, den bestmöglichen Rahmen für das Kind aufzubauen und entsprechend auszugestalten. Das EBR bietet Fachberatung und Begleitung für Erziehungsstellen, die sich von vornherein für die Aufnahme eines Kindes mit körperlichen, geistigen bzw. seelischen Beeinträchtigungen entscheiden.
Das EBR bietet Teilhabeberatung an. Die Beratung orientiert sich an den individuellen Bedarfen der Familien und trägt den vielfältigen Formen von Beeinträchtigungen Rechnung. Es werden Kenntnisse zu relevanten rechtlichen Aspekten, Antragstellung bei Kostenträgern, Hilfsmittelbeschaffung, medizinischer / pflegerischer Versorgung und Entlastungsleistungen vermittelt.

